Blind

altEin Christbaum. Ein Kind steht mit großen Augen davor und schaut fasziniert auf die glitzernden Kugeln und brennenden Kerzen.

So stellt man sich Weihnachten vor. Aber was ist, wenn das Kind blind ist? Wenn seine Welt nur aus Dunkelheit besteht, wenn es in seinem Zuhause keine Chance gibt, etwas zu lernen?

Die Klosterneuburgerin Barbara Lechner arbeitete 5 Jahre lang in Südafrika als Blindenlehrerin, als sie von einem Schüler erfuhr, dass es in Sambia, in der Gegend von Mazabuka viele Blinde  geben soll.

Die couragierte junge Frau beschloss daraufhin mit Unterstützung des Königs dieses Gebietes und gegen viele Behörden kämpfend, die Blindenschule Malaikha mit Internat aufzubauen. Seither sammelt sie Spenden und hat mit Hilfe der Bevölkerung und Freiwilliger, die nicht mehr als ein Taschengeld dafür bekommen, mittlerweile bereits die ersten Gebäude errichtet. Vielleicht wird sie im nächsten Jahr auch schon die ersten Schüler aufnehmen können, die teilweise eine ganze Tagesreise entfernt zu Hause sind oder sogar aus Südafrika kommen. Sie hat auch einen Augenarzt gefunden, der die Blinden kostenlos untersucht, um festzustellen, welchen von ihnen noch mit einer Operation oder auch nur mit Medikamenten geholfen werden kann.

In der Vorweihnachtszeit war Barbara bei uns im Landesverband zu Gast, zeigte uns Bilder von ihrer Aufbauarbeit und vor allem hatten wir auch die Möglichkeit, jene Fragen zu stellen, die nicht mit Hilfe einer Broschüre oder auf einer Homepage beantwortet werden können.

Sie hatte auch Produkte der Gegend wie Kaffee, bunte Tücher und Besen mitgebracht, die dann den Weg unter so manchen Christbaum fanden.

Anschließend konnten ein paar von uns an einem Percussionworkshop teilnehmen und für den Rest hieß es ab in die Küche, um mit Afrikanern aus dem Jungarbeiterheim Höflein gemeinsam afrikanische Speisen zu kochen, die allerdings unserem Stefanibraten sehr ähnlich waren. Das Miteinanderarbeiten in der Küche zeigte wieder einmal, dass Menschen sehr viel bewegen können, wenn sie nur aufeinander zugehen und etwas gemeinsam machen. Oft sind ja nicht nur die Augen, sondern auch die Herzen für die Nöte der anderen blind.

 Hier findet Ihr Bilder

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